Schlaf bei jungen Menschen

Studenten und Schlaf

Wie wichtig ist der Schlaf? Welche möglichen Folgen kann Schlafmangel oder eine Schlafstörung bringen? Und vor allem welche sind die Ursachen dieser Probleme?

In dem folgenden Text werden diese Punkte mit Schwerpunkt auf Studenten diskutiert.

Die Meisten kennen wohl aus den Medien oder aus eigener Erfahrung, was das Leben der Studenten mit sich bringt.

Der Aspekt, der häufig berücksichtigt wird, ist der Schlaf. Wie alle nun wissen mögen, ist der Schlaf bedeutend, um produktiv zu sein. Dies ist einfach gesagt, denn eigentlich steckt viel mehr dahinter.

Der Schlaf ist nämlich die Zeit, in der alle Erinnerungen und alles was einer tagsüber gelernt hat, von dem Kurzzeitgedächtnis zum Langzeitgedächtnis geht. Das bedeutet, dass unsere Leistungen, die im wachen Zustand vollbracht worden sind, erst in der REM-Phase (während

dem Schlafen wiederholen sich andauernd acht Phasen; die REM-Phase ist die Phase, in der das Erlernte verarbeitet und besser eingespeichert wird) befestigt werden.

Außerdem dient der Schlaf dazu, dass man die benötigte Energie wieder "aufladen" kann, die man verbraucht hat.

Es gibt nun viele Krankheiten ( sowohl physische als auch psychische), die sich auf den Schlaf ausprägen. Bekannt sind zum Beispiel Depressionen oder auch Stress, welche Schlafstörungen zu Folge haben.

Doch nicht nur diese sind die Ursachen dieser Störungen.

Wie am Anfang schon erwähnt wurde, ist in diesem Text vor allem die Rede von Studenten.

Das Leben als Student ist alles andere als mit Faulheit zu verknüpfen, wie manche Menschen glauben.

Wenn man bedenkt dass laut Studien Studenten im Schnitt 17 Unterrichtsstunden, 17 Stunden zum Lernen vollbringen und zusätzlich mindestens 10 Stunden arbeiten ( also insgesamt um die 44 Stunden die Woche), kann man sich bald denken, dass von irgendwo die Zeit genommen werden muss, und nun ja, man nimmt die Zeit von dem Schlaf!

Gehen wir in das Studenten Leben noch tiefer hinein.

Man befindet sich in einer Lage, die die Meisten als anstrengend, stressig aber schön zugleich beschreiben. Man ist ständig unter Leistungsdruck und der Alltag ist mit Zukunftsängsten verbunden.

Die Angst zu scheitern ist groß.

Aufgrund all dieser Aspekte, ist der Schlaf gestört. Das Schwierigste und nicht selten Stressigste ist oftmals die Suche nach einem geeigneten Studentenjob. Laut einer Studie von doit verbringen Studenten im Schnitt 16 Stunden die Woche in ihrer Nebentätigkeit. Die Ergebnisse sind regional stark unterschiedlich. Bei Studentenjobs in Hamburg ist die Belastung gemäß Studie mit 19,5 Stunden / Woche am höchsten.

Hinzu kommen noch die Partys, die man am Ende eines Semesters veranstaltet, die sehr viel Zeit (vor allem Nachts) wegnehmen.

Den Studenten ist all das bewusst, jedoch ist es die einzige Möglichkeit in ihren Augen, das Studium erfolgreich zu vollenden.

Was meistens aber unbewusst bleibt, ist dass ein Schlafmangel Auswirkungen auf die Leistung haben kann.

Dank der o.g. Studie hat man auch herausgefunden, dass die Studenten, die an Schlafmangel oder an Schlafstörungen leiden, meistens 1,7 Notenpunkte schlechter sind als diejenigen, die nicht darunter leiden.

Zu erwähnen ist aber auch, dass es oft genetisch bedingt ist.

Man hat herausgefunden, dass Studenten oder Schüler, die Eltern haben, die unter Schlafstörungen leiden, auch die selben Symptome haben.

Diese Symptome sind schon in einem frühen Alter erkennbar, doch Kinder können dank dem Einfluss von den Eltern und aufgrund des Schulunterrichts kontrolliert werden.

Anders ist es aber bei Studenten, da diese meistens in WGs leben oder nicht allzu oft Unterricht haben. In diesen Fällen sind sie nicht mehr "kontrolliert" und es kommt zum Durcheinanderbringen der biologischen Uhr.

Klar ist, dass jeder um die acht Stunden Schlaf benötigt, mit einer Standardabweichung von einer Stunde; das bedeutet, dass man sechs bis neun Stunden

Schlaf haben muss und möglichst regelmäßig zu Bett gehen soll.

Selbst die Regelmäßigkeit ist ein Faktor, was bei Studenten nicht erfüllt werden kann, denn oft arbeiten sie im gastronomischen Bereich und wie wohl alle wissen, kann es oft spät werden.

Es ist nun allen bewusst, dass der Schlaf eine enorme Wichtigkeit in unserem Leben hat.

Doch die Konsequenzen können auch schlimmer sein.

Oft sind die Folgen irreversibel, wenn es dazu kommt, dass man für zu langer Zeit unregelmäßig schläft und meistens auch nur für einige Stunden.

Oft kommt noch hinzu, dass Studenten Schlafmittel einnehmen, um besser schlafen zu können, was allerdings auch geschieht. Durch die Schlaftabletten werden in unserem Gehirn die Bereiche aktiviert, die uns die Müdigkeit bereiten, doch dieser Vorgang wird durch die Chemikalien gezwungen. Daraus folgt, dass der Schlaf nicht erholsam ist.

Man hat nie das Gefühl, man habe die Energie bekommen, die man braucht und deshalb nimmt man eventuell noch Koffein ein.

Es gibt in diesen Fällen kaum etwas schlimmeres als das für unseren Körper. Koffein verhindert nämlich den Schlaf, der gestört ist und durch Chemikalien gezwungen wird, der Körper ruht sich nie komplett aus und deshalb ist die Leistungsfähigkeit nicht optimal.

Ohne den Schlaf gibt es keine gute Konzentration und ohne Konzentration, kann man kaum gute Resultate erwarten.

Wie Sie sehen, ist dieser ein Teufelskreis und man kommt schwer raus.

Also nochmal zusammenfassend, haben Studenten viele Aufgaben zu erfüllen und müssen meistens auch dafür Sorgen, selber Geld zu verdienen. Um all die Aufgaben erfüllen zu können, verzichten sie auf den Schlaf. Es gibt außerdem Partys, auf die sie nicht verzichten möchten, da sie etwas Freizeit verdient haben.

Die Einnahme von Koffein oder Schlafmittel ist sehr verbreitet und deshalb natürlich auch der Anstieg der Schlafprobleme, die mehrere und verschiedene Ursachen haben können.

Dadurch werden die Leistungsfähigkeit und die Konzentration beeinträchtigt. Es scheint nicht einfach zu sein, doch manche Vorurteile oder Klischees sind widerlegt worden, da Studenten auf keinen Fall faul scheinen.

Das was Studenten lernen sollten, ist sich die Zeit besser ein zu teilen. Eine Planung des Tages zu 60% ist empfohlen, um Zwischenfälle einzurechnen. Natürlich ist es nicht einfach, es gibt aber genügend andere Studenten, die trotz allem ihre acht Stunden Schlaf haben und damit beweisen, dass es anders möglich ist. Was außerdem helfen könnte, ist das Lernen selbst zu lernen. Es benötigt zwar täglich etwas mehr Aufwand, jedoch hat man vor den Prüfungen weniger Stress und mehr Schlaf. Durch bestimmte Methoden, die psychologisch nachgewiesen worden sind, erbringt man durch das tägliche kurze Wiederholen des Stoffes, was man zu Lernen hat, viel bessere Leistungen, denn die Informationen werden täglich eingespeichert und verarbeitet in einem längeren Zeitraum. Anders ist es, wenn man einige Tage vor einer Prüfung mit dem Lernen anfängt, denn in diesem Fall muss das Gehirn alle Informationen auf einmal einspeichern und verarbeiten, was oft zu Problemen führt.

Das Leben der Studenten, so durcheinander es auch scheinen mag, ist für diejenigen, die zurück blicken, jedoch die schönste Zeit, die sie je hatten. Sie schauen mit Nostalgie zurück und bekommen dabei ein Lächeln auf ihr Gesicht.

Vielleicht ist gerade dank dem wenigen Schlaf und dem ganzen Druck wegen dem Lernen, dass man in dieser Zeit die Möglichkeit hat, die tollsten Erfahrungen zu sammeln.